SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim

Tel.: +49(0)7931-545-0
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Mail: schmerz@schmerz.com

Erfahrung schon seit 1987
Für Mitglieder gesetzlicher Kostenträger bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schme rz und Schmerztherapie

Nervenentzündungen
weitere Suchbegriffe: Entzündungen von Nerven, chronische Neuritiden

Nervenentzündungen, vom Arzt als Neuritiden bezeichnet, können Hirn nerven oder auch andere Nerven des Körpers betreffen. Je nach dem welche Nerven betroffen sind, kann es zu Taubheitsgefühl, Empfindungsstörung, Lähmung oder Ausfall bestimmter Körper- und Organfunktionen kommen. Darüber hinaus können Nervenentzündungen äußerst schmerzhaft und quälend sein.

Nervenentzündungen können verschiedene Ursachen haben:

Spezielle Neuritiden (Auswahl):
(mod. nach Roche)

Die primäre Behandlung von Nervenentzündungen (Neuritiden) richtet sich logischerweise nach der Ursache. So wird man bei infektiösen, durch Bakterien verursachte Nervenentzündungen Antibiotika geben oder bei ischämischen Nervenentzündungen versuchen, die Durchblutung zu optimieren.

Die üblichen Analgetika (= Schmerzmittel) helfen bei Nervenentzündungen nicht zufriedenstellend, allenfalls in höherer Dosierung mit entsprechenden Nebenwirkungen. Hilfreicher sind sog. Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei alkoholischer Polyneuropathie hilfreich). Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin, als 2. Wahl Carbamazepin.

Nicht selten klingen aber trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung schmerzhafte Nerven entzündungen (Neuritiden) nicht ab, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Länger bestehende Sch merzen aufgrund von Nervenentzündungen erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei chronischen, schmerzhaften Nerven entzündungen sind dies:

  1. Ausführliche Informationen über Nervenentzündungen
  2. Medikamentöse Schmerzbehandlung (u.a. Schmerzmittel, bei mehr anfallsartigen Schmerzen auch Antiepileptika, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
  4. Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
  8. diätetische Maßnahmen entspr. der Grundkrankheit (z.B. bei Nervenentzündungen infolge der Zuckerkrankheit)

Insbesondere bei Nervenentzündungen (Neuritiden) erweist sich die therapeutische Lokalanästhesie in Form von wiederholten Nervenblockaden mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel (Lokalanästhetica) als sehr hilfreich, optimal sind kontinuierliche Blockaden mit eingepflanztem Katheter (*siehe unten). Dabei kommt es neben der erwünschten Schmerzlinderung durch die gleichzeitige Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nerven system betreffende) Nerven anteile zu einer Weitstellung der beteiligten Blutgefäße und damit zu einer lokalen (= örtlichen) Mehrdurchblutung (Sympathikolyse), die u.a. Entzündungen kausal (= ursächlich) entgegenwirkt. Eine solche Durchblutungssteigerung kann medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden.

Wenn schmerzhafte Nervenentzündungen (Neuritiden) längerfristig bestehen, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nerven geflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen.

Ergänzende Datei: Nervenläsion

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen (Az.: L 1 KR 2/05).

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

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Aktualisiert:>22.10.2009</> a&bl90-
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